Woran glaubst du, woran glaub ich?



Die Religionen der Welt haben doch eigentlich alle ein gemeinsames Thema: die Liebe und die Existenz einer Macht außerhalb unseres Vorstellungsvermögens. Eine Macht, die wir zwar spüren, aber nicht erklären können. Und genau dort setzt ja der „Glaube“ ein. Ich kann an vieles glauben. Am einfachsten ist es, den Glauben anderer anzunehmen, eine Gemeinschaft zu bilden, Vorgaben zu bekommen und „mitzuglauben“. Nicht unbedingt mein Ding!

 

An den esoterischen Glaubensthesen gefällt mir am meisten die Freiheit und die Selbstverantwortlichkeit. Alles basiert auf Selbstliebe, weist auf den Weg, eigene Erkenntnis und göttliche Energie selbst spüren zu können. Wer einmal diesen Energiestrom in sich gespürt hat, sei es durch Reiki oder durch Menschen, die Energiearbeit leisten, bekommt einen wagen Eindruck von dem, was unsere Welt ausmacht. Dass eben alles Energie ist, alles Ying und Yang, alles Ja und Nein, ein Innen wie im Außen – und dass jede Reaktion ein Gegenreaktion auslösen wird – in diesem oder einem weiteren Leben. Und dass man durch eigene Energiearbeit an sich selbst das innere Gleichgewicht herstellen kann, sich positiv aufzuladen vermag.

Ich persönlich glaube heute, dass jede Seele vielfach inkarniert um lernen zu dürfen. Wir werden also wiedergeboren, bekommen mit jeder neuen Geburt so zu sagen ein weiteres Videotape mit Aufgaben, das wir fortan in uns tragen. Und auf jedem neuen Tape befinden sich wieder die Darsteller aus den vergangenen Leben, aus der Seelengemeinschaft. Nur haben sie in jedem neuen Leben andere Rollen und konfrontieren uns innerhalb unseres Lebenstapes mit Situationen, die manchmal schmerzlich sind, aber an denen wir wachsen sollen.

So schleppen wir eine unendliche Seelen-Datenbank an Gefühlen mit uns herum. Wir und jeder der „Darsteller“ unseres Lebens spielen nun die Situationen durch, an denen wir reifen sollen. Jeder Darsteller arbeitet in dieser Zeit an seinen persönlichen Aufgaben. Aber nobody is perfect, weder wir noch die Darsteller-Crew. Deshalb weicht in jedem Leben die Situation vom Drehbuch ab, werden Meilensteine erreicht – aber trotzdem Aufgaben unerledigt oder unbewältigt bleiben. Die unerledigten Aufgaben könnte man dann Karma nennen, die einer weiteren Bearbeitung bedürfen. Wir nehmen unseren Kontostand einfach in ein neues Leben mit . So wie der Jahressaldo des Bankkontos auf das neue Jahr übertragen wird, genauso nehmen wir den Karmasaldo in ein neues Leben mit.

Das hört sich jetzt alles sehr anstrengend an. Muss es aber nicht sein, denn das Leben bietet hinreichend Möglichkeiten der Freunde, Erfüllung und der Leichtigkeit.

-fi