Wohlfühlgewicht!


Dieses Wort gefällt mir. Man sollte sich mit seinem Gewicht wohlfühlen. Aber was kann man tun, wenn man sich halt nicht wohl fühlt mit seinem Gewicht, mit dem eigenen Aussehen?

Die energetischen Gesetze sagen, ein Innen wie im Außen. Folglich ist das Resultat unseres Wohlfühles im Außen oft ein Indiz auf unser Inneres, wo wir ansetzen sollten, möchten wir etwas an der derzeitigen Situation verändern.

   
 

Der erste Ansatz ist daher, das ICH in die Balance zu bringen. Mit zunehmender innerer Balance wird sich dann auch die Balance im Gewicht einstellen. Warum setzt nach Crashdiäten oder sehr hohen Abnahmen so schnell eine enorme Gewichtszunahme ein? Warum wird eine Ernährungsumstellung abgebrochen oder können begonnene Diäten nicht eingehalten werden? Weil wir gegen unser ICH anarbeiten.

Wir stecken Ziele zu hoch, möchten sie vom Willen her erreichen, weil wir den Anblick im Spiegel nicht mögen, weil andere die Nase rümpfen oder wir selbst durch Glaubenssätze aus der Kindheit (Iss nicht zu viel, du wirst zu fett!! Schau mal, wie du zugenommen hast, nichts passt dir mehr richtig!) endlich und möglichst schnell etwas verändern wollen. Aber unser Unterbewusstsein ist müde dagegen etwas zu tun. Zwar aktiviert der Wille unser Handeln, aber unser Unterbewusstes sieht die Diät oder Ernährungsumstellung als Feindbild und tut alles, um dagegen anzustrampeln.

 Fast jeder kennt das. Man war in einem Abnahmeclub, wurde auf einer Kur um 15 Pfund reduziert mit den enstprechenden Ernährungstipps oder hatte einen Anlass, für den es sich lohnte, sich 14 Tage oder drei Wochen zu kasteien. Es war ja abzusehen, dann konnte man ja wieder alles essen wie bisher...und so erreichte man letztlich nach diesem Erfolg auch sein Gewicht wieder, das man vorher hatte. Oft ein noch schwereres.

Sie möchten sich verändern?

Werden Sie Ihr eigener Freund

Wenn sie sich in ihrem derzeitigen Gewicht nicht wohlfühlen, ist das wichtigste, dass Sie sich in ihrer derzeitigen, übergewichtigen Form akzeptieren. Machen sie sich klar, dass in diesen 5, 10, 20 oder 30 Pfund "zu viel" die gleiche Seele schlummert: SIE, ihr ICH. Also haben Sie den Mut. Stellen Sie sich nicht angezogen vor einen großen Spiegel, sondern nackt. Betrachten Sie sich. Nehmen Sie sich eine angenehme Bodylotion und beobachten Sie sich beim cremen. Streichen sie nicht voller Hass über ihre Haut, sondern liebevoll, als hätten sie ein Kind, das sie schützen möchten. Wenn sie jetzt stutzen, merken Sie, dass Sie in diesem Moment" Ihr Außen" nicht lieben. Aber Ihnen muss klar sein, dass dieses Speckpölsterchen nicht lebenslang dazu verdammt sind, an Ihnen zu kleben.

Begleiten Sie ihren Körper täglich liebevoll dabei, sehen sie dabei zu, wie Sie von Monat zu Monat Gewicht verlieren und sich Ihr Körper verändert. Setzen Sie sich kein Zeitziel. Alles wird sich von allein einstellen, wenn Sie parallel Ihre Ernährung etwas umstellen. Stellen Sie sich selten auf die Waage. Durch ihre täglichen "Streicheleien" merken Sie die Abnahme von allein nach gewisser Zeit.

Verändern Sie den Blickpunkt: Tal statt Gipfel


Vergleichen Sie es mit einer Bergerklimmung. Sie sind Stadtmensch, sind es gewohnt Auto zu fahren, wenn überhaupt nur eben spazieren zu gehen. Im Urlaub nehmen Sie sich vor: Einen 1000er Berg will ich besteigen, ohne Kondition, ohne Erfahrung, in kurzer Zeit, ohne Bergführer - mit einem schweren Rucksack voller Gepäck. Das klappt nicht. Voller Elan meistern Sie die ersten Höhen, aber ihr Rucksack wird immer schwerer werden. Selbst die Pausen, die sie einlegen, schaffen keine rechte Freude. Nach jeder Pause wird es schwerer sich aufzuraffen, alles tut ihnen weh.Ihr Körper mag nicht mehr, Ihr Wille mag nicht mehr. Vielleicht brechen Sie nun das Unternehmen ab?

So ähnlich reagiert ihr Körper, wenn er abnehmen soll, abnehmen MUSS. Er lehnt sich auf, ganz gleich wie wenig Sie essen werden. Und er wird sich revanchieren mit Zunahme, weil er in Ihrem Handeln ein "Ungleichgewicht" feststellt. Es ist daher ratsam, einen anderen Blickwinkel anzunehmen. Sehen Sie ihr derzeitiges Gewicht vielleicht als nicht wünschenswert und ideal aber okay. Finden Sie sich ab, dass daran nichts zu ändern ist, wenn Sie nicht die Position ändern und mit ihrer Seele und Ihrem Körper gemeinsam zusammenarbeiten.

Sagen sie sich, die 20 Pfund Übergewicht sind der Berggipfel. Sie sind schon oben. Sie müssen nicht erst den Gipfel erklimmen - und sie können runter gehen ins Tal. Wann immer sie wollen und so angenehm wie möglich - und ohne große Zeitbestimmungen. Und vor allem, jeder weiss, es ist viel leichter eine Treppe runterzusteigen, als in einem Turm hochzublicken und zu wissen, soooo viele muss ich noch steigen. Wenn Sie vom Gipfel ins Tal steigen, machen Sie das ohne Anstrengung. Die Pausen zwischendurch werden Sie genießen, denn es geht ja anstrengungslos weiter. Selbst wenn Sie nach zwei Monaten nur 500 g abgenommen haben. Es ist entscheidend, dass sie es nicht zugenommen haben. Und sie haben keine Diät gemacht, sondern köstlich und alles gegessen. Immer das, was Sie wollen und so viel Sie wollen. Und sie mussten kein schlechtes Gewissen haben.

Atmung, Wasser, Bewegung

Sie möchten also an Ihrem Gewicht etwas ändern. Bitet beantworten Sie sich deshalb folgende drei Fragen, denn ohne diese Punkte läuft mit langfristigem Abnehmen gar nichts:

1. Wie atmen Sie?
2. Wieviel Wasser trinken Sie am Tag?
3. Wieviel Bewegung kommt in Ihrem Leben vor?

Sie haben sicher schon festgestellt, dass es nun um die Einrichtung und die TÜV-Plakette für Ihren "Abnahmemotor" geht.

1. Atmung

Klar! werden Sie sagen, wir alle atmen ja. Ja, tun wir. Aber meistens falsch. Die meisten Menschen atmen zu flach hastig ein und kaum aus. Dabei benötigen wir Sauerstoff für unseren gesamten 0rganismus und eine entspannte Atmung entspannt uns selbst auch und gibt uns Kraft. Achten Sie mal auf Ihre Atmung. Am besten ist es einzuatmen und dabei die Hand auf den Bauch zu legen und dann über die Bewegung des Bauches das Atem zu spüren. Sie werden merken, wie gut die Ausatmung tut. Wenn Sie ab und an daran denken und dies kontinuierlich machen, dann werden Sie bald intuitiv richtig atmen.

2. Wasser

Ein Motor ohne Öl läuft nicht. Unser Motorenöl ist das Wasser. Ausreichend Wasser gibt uns frisches Aussehen, schwemmt Schlacken aus dem Körper und ist gut für die Haut. Trinken ist öde? Ja, fand ich auch zuerst!  Auch ich musste mich dazu zwingen, ausreichend zu trinken. Der ganze Stoffwechsel ist abhänging von einem ausreichenden Wasserkreislauf. Außerdem versorgt uns Wasser mit allen Mineralien.

Leider nützt es auch nichts, Flüssigkeit, die man über Tag zu wenig zu sich genommen hat, überproportional nachzuschütten. Das kennen wir von den Blumen, da funktiniert es auch nicht. Gegen zwei Wochen nicht gegossen hilft auch nicht Tränken der Blumen.

2-3 Liter, über den Tag verteilt, sollten wir zu uns nehmen - also zu allen anderen Getränken mindestens eine 1,5 Liter-Flasche Mineralwasser, vorzugsweise mit wenig Kohlensäure. Ich hab es mir angewöhnt, ständig eine 500 ml Karaffe zu füllen: vormittags, nachmittags abends und dann damit Gläser zu füllen. Ich finde es morgens furchtbar, auf eine 1,5 Literflasche zu schauen und zu wissen, die MUSST du noch trinken. Aber da findet wohl jeder sein persönliches Rezept. Fest steht, wenn man sich dran gewöhnt hat, fällt es gar nicht mehr so schwer, sondern man fühlt sich auch innerhalb des Tages besser und ist leistungsfähiger.

3. Bewegung

So wichtig wie das Wasser ist eine kontinuierliche Bewegung, möglichst 20-30 Minuten täglich - vorzugsweise an frischer Luft Die Bewegung strafft auch das Bindegewebe, denn dort wo früher Fettpolsterchen waren, sollte die Haut straff werden.

Wenn Sie bislang wenig Sport getrieben haben, beginnen sie ganz langsam, hauptsache Sie machen irgendwas. Es bietet sich zunächst ein langsamer täglicher Spaziergang an. Kombinieren Sie ihn mit Atemübungen beim Gehen. Ein Spaziergang auf Waldboden, bei dem Sie den Untergrund spüren, wird Sie auch als Mensch "erden". Rollen Sie die Füße ab, atmen Sie ein und aus und hören Sie Vogelgezwitscher. Dabei lassen Sie die Gedanken schweifen. Schon nach eigen Tagen werden Sie dies nicht als Last empfinden, sondern als Wohltat, als Ihr Rückzugsgebiet in sich selbst.

Bewegung und Sport sind auch eine gute Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen. Nutzen Sie diese Möglichkeit der Komminikation. Gruppen und Vereine bieten sich hierfür an. Egal, was Sie machen, ob Schwimmen, Fitness, Spaziergang, Walking oder Laufen: Sie werden merken, wie gut es Ihnen tut.

Und wann gehts nun endlich los mit Gewicht abnehmen, fragen Sie sich? Sie sind schon dabei! Mental. Richten Sie sich die nächsten Tage ein, fangen Sie an Ihrem Körper Gutes zu tun, unabhängig von der Umstellung der Ernährung. Verwöhnen Sie sich einige Wochen. Erleben Sie, dass man sich nicht nur durch Nahrungsaufnahme "belohnen und verwöhnen" kann, sondern auch durch Kommunikation, gemeinsam Sport zu treiben oder durch Ruhe und Konzentration auf sich selbst.

Visualisierung des langfristigen Zieles


Man kennt die abschreckenden Fotos an den Kühlschränken. Abbildungen vom höchsten „Kampfgewicht“. Sie sollen vermeiden, dass der Griff ins Fach zu oft stattfindet, wenn jeder Weg über den Platz den Kühlschrankes zu gehen scheint. Fehlanzeige! Der Griff in den Schrank vermittelt beim Anblick das Gegenteil: Schuldgefühle und die „Einsicht“, es doch nicht zu schaffen. Würde man sonst hier stehen, das Stück Käse in der Hand und kauend zu dem Foto starren? Also, wenn man es eh nicht schafft, doch gleich das nächste Stück Käse.

Hängen Sie deshalb ein Foto aus Ihren „Glanzzeiten“ an die Kühlschranktür, egal ob schon 20 Jahre alt, denn SO möchten Sie ja wieder einmal ausschauen. Erinnern Sie sich? Tal statt Gipfel? Von Ihrem jetzigen Gewicht können Sie jederzeit in Ihrem persönlichen Tempo runter – und das ohne Schuldgefühl. Es macht also nichts, wenn Sie hier schon wieder vor der Tür stehen. Sie haben jetzt die Wahl:Käse oder Ziel – oder etwas essen, was dem Körper eher gut tut als Käse. Oder Sie schlagen die Kühlschranktür einfach zu, mit der Gewissheit ihr langfristiges Ziel so unterstützt zu haben. Richtig geschafft haben Sie es, wenn Sie den Weg zum Kühlschrank zwischendurch gar nciht antreten, weil Sie "etwas Besseres vorhaben".

Vielleicht ahnen Sie es schon? Jede dieser Ausführungen dient dazu, Step für Step die Balance zu finden, zwischen dem Wunsch sich gut zu fühlen im eigenen Körper und der Verführung von Süßigkeit, Chips oder Käse. Es geht darum, Befriedigung im Fortschritt Ihres Zieles zu finden und nicht im kurzfristigen Verschlingen von Kalorien.

Eine erfolgreiche Ernährungsumstellung mit dem Ziel des Wohlfühlgewichtes kann nur „in Ihnen“ erfolgen, und zwar durch eine positive Programmierung. Alles ist ein ständiges Abwägen.

Und wenn die Entscheidung für Käse fällt, schämen Sie sich nicht, sondern genießen Sie den Käse und nehmen sich vor, ein paar Kalorien einzusparen bei der nächsten Mahlzeit .

Sie werden in der Forstsetzung ihr persönliches „Handwerkszeug“ finden, sozusagen Ihre innere Waage, wie Sie Ihr Zielgewicht zufrieden erreichen und in Ihrem Tempo.

-fi copyright 2009