Vorsicht Dispokredit!



Wie verlockend! Drei Monatseinkünfte geben Banken in der Regel blanko als Dispospanne, wenn man in einem Angestelltenverhältnis ist. Man hat sich schon oft gefragt, warum werfen manche Institute noch Geld hinterher? Wie in Hamburg, wo die Commerzbank damit warb, 100 Euro aufs Konto zu zahlen, wenn ein kostenloses Gehaltskonto eingerichtet wird?

Woran verdienen denn die Banken noch, fragt man sich. Eben! Am Dispo. Er wird von vielen Menschen in der Folgezeit in Anspruch genommen. In guten Zeiten wird er gern erhöht, denn er bringt der Bank den wahren Profit. Aus z.B. nur 1000 Euro Inanspruchnahme werden in nur 24 Monaten stillschweigend 1300 Euro Rückzahlungsbetrag, innerhalb von nur fünf Jahren hat sich der Betrag verdoppelt auf knapp 2000 Euro, wenn man auf dem Dispokonto nicht zu sieht, dass ein Ausgleich erfolgt.

Was passieren kann, aber nicht muss:

Kümmert man sich nicht rechtzeitig durch Einsparen des genutzten Betrages und der Zinsen, setzt das Schneeballsystem ein, das so lange arbeitet, bis die Bank meldet, sie sei an einer Rückführung interessiert und eine Umwandlung des Darlehens in einen Kredit wünscht – natürlich nun mit Sicherheiten. Das passiert oft bei drohender Arbeitslosigkeit oder erfolgtem Verlust des Arbeitsplatzes. Meistens in einer ohnehin kritischen persönlichen und finanziellen  Situation. Wie eine Krake greift die Bank nun mit ihren Fangarmen nach allen Mitteln, die dem Schuldner noch zur Verfügung stehen. Angesparte Bausparverträge und Lebensversicherungen, die nun zur Besicherung herangezogen werden sollen – oder Grundbucheintragungen, wenn der Kunde ein Haus besitzt.

Vermeiden Sie möglichst diese geforderten Besicherungen. Kaum einer weiß z.B., dass die Bank selbst bei einer Besicherung über eine Grundschuld von nur 5000 Euro die Möglichkeit hat, ihr Eigentum zu versteigern, wenn Ihr Konto gekündigt ist und eine Ablösung in einem gesteckten Rahmen nicht erfolgen kann. Es ist ihr egal, ob sie ihr Haus behalten, denn die Tatsache, dass sie kurzfristig nicht in der Lage sind, nur 5000 Euro aufzutreiben, kann für sie Argument genug sein.

Es ist daher immer sinnvoll, einen in Anspruch genommenen Disporahmen unmittelbar und so schnell wie möglich auf 0 zurückzuführen. Deshalb sollten Sie den Ehrgeiz haben, wieder 0 zu erreichen – und nicht das Ende der Fahnenstange, das mit der Verzinsung von rund 14 % sehr schnell erreicht ist.

Wenn Sie eine Anschaffung nicht über eine Ansparleistung erreichen können (siehe hierzu demnächst den Menuepunk Sparen und Vermögen), dann sollten Sie sich vornehmen, den in Anspruch genommenen Betrag innerhalb von 10-12 Monaten zurückzuführen. Also bei 1000 Euro monatlich ca. 100 Euro auf dem Konto zu belassen und nicht auszugeben. Wer für sich sicherstellen möchte, dass dies auch wirklich passiert, sollte das Modell Nebenkonto nutzen (siehe Menuepunkt Fixkosten im Griff) und 100 Euro zum Ersten eines Monats direkt auf das Nebenkonto überstellen. Von hier aus kann dann vierteljährlich ein Übertrag auf das Girokonto erfolgen. So ist sichergestellt, dass eine Schuldenspirale nicht über mangelnde Rückführung bei aufbauenden Zinsen einsetzt.









Danke, dass Sie diese Seite schon heute besuchen!
Es würde mich freuen, wenn sie zukünftig Ihr täglicher Begleiter wird.

Die Seite befindet sich im Aufbau. Bitte besuchen Sie uns regelmäßig, denn sie wird ständig ergänzt.